Schwerpunkteinrichtung
Grundrecht eines jeden Menschen ist - unabhängig von seinen individuellen Vorraussetzungen - an gesellschaftlichen Lebensvollzügen teilzuhaben. Behinderte und Nichtbehinderte, ausländische und einheimische, starke und schwache Menschen – alle sollen gemeinsam am alltäglichen Leben in unserem Kindergarten teilhaben, sollen integriert werden.
Die unterschiedlichen Lebensverhältnisse, Möglichkeiten und Grenzen sollen gegenseitig erfahren und wechselseitig akzeptiert werden, um ein gleichberechtigtes Zusammenleben zu bewirken.
Wir alle wissen um die gesellschaftlich hoch geschätzten Werte Schönheit, Ästhetik, Intelligenz, Schnelligkeit und darum, das „Andersartigkeit“ das gesellschaftliche Empfinden stört. Die Integration soll alle unterschiedlichen Menschen in unserem Kindergarten die Erfahrung machen lassen, akzeptiert zu werden und andere akzeptieren zu können. Hierdurch kann und soll die Erkenntnis wachsen, das nicht die Gleichförmigkeit sondern die Individualität, die Unterschiedlichkeit von Menschen die Normalität menschlichen Lebens und Zusammenlebens bestimmt.
Menschliche Vielfalt kennen und schätzen zu lernen und in die eigene Lebenswelt mit einzubeziehen, stellt eine Bereicherung des Daseins dar. Für die Kinder bedeutet dies, sich im gemeinsamen Leben und Lernen zu erleben und zu behaupten. Wir haben bislang die Erfahrung gemacht, dass das Zusammenleben unterschiedlich entwickelter Kinder und Kinder unterschiedlicher Nationalitäten im Kindergarten eine lebendige und anregende Atmosphäre schafft, in der alle Kinder voneinander lernen.
Wir sehen Integration auch als Beitrag zu einer an christlichen Werten orientierten mitmenschlichen Gesellschaft.
Seit August 2000 bieten wir in unserer Einrichtung eine gemeinsame Erziehung behinderter und Nichtbehinderter Kinder, die so genannte Integration. Dadurch hat jede Familie die Möglichkeit, ihre Kinder nahe dem Wohnort betreuen zu lassen. Der Kindergarten am Teinenkamp hat seit 2006 die Anerkennung zur Schwerpunkteinrichtung mit dem Ziel der Integration und bietet somit eine Alternative zu den Regel- und Sonderkindergärten.
Das besondere in unserer Einrichtung ist, dass in der Schwerpunktgruppe (Krokodilgruppe) nur zwanzig Kinder aufgenommen werden, davon können/dürfen fünf Kinder behindert oder von einer Behinderung bedroht sein. Diese Gruppe wird von drei Fachkräften, wovon eine Heilpädagogin sein muss, betreut. Die Heilpädagogin kümmert sich in erster Linie um die behinderten Kinder, sie begleitet sie in der Gruppensituation, macht mit Ihnen Einzelförderung und koordiniert die verschiedenen Therapien die die Kinder in unserer Einrichtung, nach ärztlicher Verordnung erhalten können. Dazu gehört Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie. Ohne ärztliche Verordnung haben die Kinder die Möglichkeit, zweimal die Woche an der Motopädie teilzunehmen.
Aufgrund unserer ganzheitlichen Sichtweise möchten wir individuell auf die vorhandenen Ressourcen, Wünsche und Gefühle unserer Kinder eingehen, dazu gehört auch sich einmal zurückziehen zu können und gemeinsam zu Entspannen und zu Träumen.







